Kroatien
Reisebericht Kroatien 18.9.2021 – 25.9.2021
Markus E., Berlin
Der Gewinner des Leserreisen-Gewinnspiels aus November 2019 berichtet.
Vorbemerkung:
Da unsere Reise mit einem Flug mit Euro Wings von Berlin nach Split begann,konnten wir unsere großen Koffer bereits am Vorabend aufgeben und einchecken, so dass wir am Reisetag nur noch mit unserem Handgepäck reisen mussten. Wir bekamen auch schon unsere Bordkarten. Was wir nicht wussten (wohl nicht gelesen hatten) war, das wir neben den Pässen und Impfausweisen noch ein besonderes Formular für die Reise nach Kroatien brauchten. Wir bekamen dieses Formular und konnten es zu Hause in Ruhe ausfüllen und mitnehmen.
Am Reisetag (Samstag) hatten wir nur noch unser Handgepäck und gut gelaunt ging es früh morgens zum Bus. Wir kamen rechtzeitig am Flughafen an und gingen umgehend durch die Sicherheitskontrollen. Wir hoben pünktlich ab und kamen auch pünktlich in Split an, wo wir nach Passkontrolle und Kofferausgabe von einer freundlichen Reiseleiterin mit Namen Yvonna in Empfang genommen wurden. Wir wurden zu einem Bus geleitet und mit diesem wurden wir zu unserem Hotel Medora Auri in Podgora gefahren. Der Fahrer hieß Rade. Yvonna und er sollten unsere Begleiter für die nächste Zeit sein. Yvonna erzählte uns schon auf der Fahrt zum Hotel sehr viel über die Gegend. Sie informierte uns auch, dass wir für unseren ersten Ausflug nach Dubrovnik unsere Pässe und Impfausweise dabei haben müssten, da wir durch Bosnien-Herzegowina fahren würden und es Grenzkontrollen bei der Ein- sowie Ausreise gebe. Dem war auch so.
Bei der Ankunft am Hotel wurden wir von einer weiteren Reiseleiterin mit Namen Christa in Empfang genommen und bei einem anschließenden Begrüßungsgetränk über vieles informiert. Christa war der gute Geist im Hintergrund und immer hilfsbereit, wenn Not am Mann war. So half sie uns bei der Einrichtung des Safes. Ebenso informierte Sie uns, dass der Umtauschkurs im Hotel wohl sehr fair sei, was wir dann auch so festgestellt haben. Wir haben unsere Euros im Hotel in Kunas umgetauscht. Wechselkurs dort: € 1 = 7,4 Kn.
1.Tag: Sonntag: Fahrt nach Dubrovnik
Wir mussten schon recht früh aufstehen, da unser Bus schon um 8:30 Uhr nach Dubrovnik abfahren wollte. (wir lernten sehr schnell immer zeitig beim Frühstück zu sein, damit wir auf dem Balkon einen schönen Platz zum Frühstück bekommen konnten. Diese Plätze waren ebenso am Abend heiß begehrt!) Das Frühstück und auch das Abendessen in Buffetform war reichlich, abwechslungsreich und sehr vielseitig. Wer hier hungerte war zu faul zum Essen.
Laut Wetterbericht sollten wir eine Regenwahrscheinlichkeit von 90% haben. Wir hatten die ganze Zeit Sonnenschein und zwischen 24 und 26°.
Vor der Fahrt wurde bei allen Fieber gemessen und wir mussten Masken tragen. Diese Masken wurden uns reichlich ausgeteilt. Dies war bei allen Fahrten so. Auf der Fahrt erzählte Yvonna uns wieder viel über die Gegend und die Geschichten dazu. Sie deutete auch auf eine Brücke, die im nächsten Jahr fertig sein soll, damit man in der Hochsaison nicht immer diese Staus an der Grenze von Bosnien-Herzegowina hat. Mit dieser Brücke, die auf eine Halbinsel führte und am Ende wieder auf die normale Straße zurückkam hatte es noch zusätzlich ein paar interessante Details. Diese Brücke wurde mit EU-Geldern finanziert, von den Chinesen gebaut und musste eine solche Durchfahrtshöhe haben, dass Kreuzfahrtschiffe darunter hindurchfahren können. Die Grenzkontrollen auf dem Weg nach Dubrovnik verliefen problemlos und zügig. In Dubrovnik nahmen uns zwei Stadtführerinnen in Empfang. Unsere Gruppe war recht groß und musste geteilt werden. Diese Stadtführerinne zeigten uns die Altstadt mit einem sehr interessanten Kloster in welchem sich das einzige Bild befand, welches die Altstadt von Dubrovnik zeigte. Und noch vielen anderen Gebäuden. Als Orientierungspunkt zeigten sie uns einen Glockenturm.
Wenn man diesen im Rücken hatte und die Straße gerade aus entlang ging kam man zu einem Tor und danach direkt zum Treffpunkt für die Busrückfahrt.
Spannend auf dem Marktplatz, den wir auch zu sehen bekamen, war um 12:00 Uhr die Fütterung der Tauben. Ein Mann, mit einem großen Kübel streute Körner auf den Platz und unglaublich viele Tauben stürzten sich auf diese Körner. In ganz kurzer Zeit hatten sie alles aufgepickt und flogen dann wieder weg. Wir hatten dann noch etwas Freizeit und haben uns noch selber das eine oder andere angeschaut. Wir suchten insbesondere Kühlschrankmagneten für unseren Neffen. Die Rückreise erfolgte sehr entspannt.
2.Tag: Montag: Fahrt nach Mostar.
Diesmal mit Einreisegrenzkontrolle in Bosnien-Herzegowina. Die Gegend um Mostar war Bürgerkriegsgebiet und man konnte immer noch Einschüsse an den Häusern und Kriegsruinen sehen. Für uns etwas beklemmend. Wir wurden wieder von zwei Stadtführerinne in Empfang genommen und durch die Stadt geleitet und wir konnten vieles sehen. Bosnien-Herzegowina ist islamistisch, Kroatien katholisch. Es gab in Mostar viele Moscheen, von denen auch einige nach dem Krieg wieder aufgebaut wurden. Ebenso wieder aufgebaut wurde eine große Kirche, welche für uns wieder als Orientierungspunkt gelten sollte. Wir kamen zu einer Brücke, die über einen kleinen Fluss führte. Das besondere des für den Bau verwendeten Steins war, dass er sehr leicht zu modellieren war, wenn man ihn herausholte, er jedoch an der Luft in recht kurzer Zeit äußerst hart und haltbar war. Wir bekamen dort ein typisches Mittagessen: Cevapcici mit Brot, Pommes und Kraut. Getränke auf Selbstzahlerbasis. Diese waren jedoch erstaunlich preisgünstig. Bosnien-Herzegowina ist günstiger als Kroatien. Die Währung dort KM (konvertierbare Mark, Kurs 1 € = 2 KM) Wir hatten auch dort wieder Freizeit und sind dann etwas durch die Geschäfte gebummelt. Die Rückreise erfolgte wieder sehr entspannt.
3. Tag: Dienstag: Fahrt nach Omis (war ein Extraausflug)
Es hieß diesmal nicht ganz so früh aufstehen, da die Abfahrt erst um 09:00 Uhr war! Wir waren trotzdem schon früh da, damit wir den Sonnenaufgang , wie jeden Tag, genießen konnten. Omis wurde als Piratennest angekündigt. Wir fuhren nach einer Stadtbesichtigung mit dem Boot den Zetina Fluss hoch zu einem Restaurant, wo es ein Omelett mit Mangold, sowie einen ordentlichen Schnaps gab. Zum Nachtisch bekamen wir eine Art Quarkkeulchen. Die Gegend dort war Kulisse für Winnetou Filme. Wir hatten auch dort wieder unsere obligatorisch Freizeit. Die Rückfahrt mit dem Bus, war wie immer ruhig.
4. Tag: Mittwoch: Fahrt nach Split
Abfahrt diesmal schon um 08:30, da es eine etwas längere Strecke war.
In Split besuchten wir die Galerie des dort sehr bekannten Künstlers Ivan Mestrovic. Danach konnten wir bei der Stadtführung die Katakomben des ehemaligen Schlosses besichtigen, soweit dies möglich war. Es war uns unmöglich sämtliche Details im Kopf zu behalten. Nach dem kulturellen Teil folgte ein kulinarischer Teil: wir bekamen ein Stück Spliter Torte und einen Kaffee dazu. Diese Torte ist eine unglaublich lecker, jedoch eine Kalorienenbombe ohne Gleichen.
Danach hatten wir wieder Freizeit und wir schlenderten durch die Altstadt und sahen uns noch einmal des Eine oder Andere an. Wir waren alle pünktlich wieder am Rückfahrttreffpunkt. Auf der Rückfahrt wurden unsere Audiogeräte wieder zurückgenommen.
5. Tag Donnerstag: Bootsfahrt auf die Insel Brac
Wir mussten zum Hafen von Podgora laufen, da wir dort ein Schiff besteigen sollten um zur Insel Brac zu gelangen. Der Fußweg war etwa 15 Minuten lang. Das Wetter war wieder sonnig und warm und die Fahrt zur Insel sehr schön. Wir bekamen wieder eine kurze Führung mit anschließender Freizeit. Zurück auf dem Schiff gab es ein Mittagessen an Bord. Entweder Hähnchenbrustfilet, oder gegrillte Makrele. Dazu Weißwein und Wasser. Bei der Makrele gab es sogar noch einen „Nachschlag“. Die Rückfahrt entlang der Küste war für uns eine reine Erholung ohne große Erklärungen und wir genossen diese Fahrt sehr.
6. Tag: Freitag: Fahrt ins Neretva Delta
Diese Fahrt führte zuerst Richtung Dubrovnik. Jedoch vor der Grenze zu Bosnien-Herzegowina bog der Bus ab, in Richtung dieses Deltas. Bei der Ankunft beim Agro Etno Park Zabac wurden wir mit einem Schnaps begrüßt und konnten anschließend kleine Boote besteigen, mit denen wir durch dieses Delta gefahren wurden. Es war sehr schön. So etwas wie der Spreewald hier, nur mit einer ganz anderen Flora. Auch diese Fahrt war wieder sehr entschleunigend. Nach der Bootsfahrt bekamen wir eine typische Mahlzeit mit Salami, Schinken, Käse, eine Art Knackwurst, Brot Rot- und Weißwein.
Beim kleinen, jedoch sehr feinen Verkaufsladen, konnten wir endlich Olivenöl als Mitbringsel für unsere Nachbarn, welche auf unser Haus aufpassten, von dort käuflich erwerben. Dieses Öl wurde zu Hause mit großer Freude aufgenommen.
Bei der Rückfahrt zum Hotel musste Rade seine ganzen Fahrkünste aufbieten, denn der kleine Ort durch den wir zum Park gefahren sind, hatte sehr enge Straßen und wirklich knifflige Ecken.
Am letzten Abend hieß es für uns Koffer soweit packen, wie möglich, die Kurtaxe bezahlen und das letzte Abendessen genießen.
7. Tag Samstag: Rückreise
Frühmorgens hieß es Koffer fertig packen, letztes Frühstück bei Sonnenaufgang genießen und die Koffer zum Bus bringen, damit wir rechtzeitig zum Flughafen kommen konnten. Auf der Fahrt zuim Flughafen überraschte unsere Reiseleiterin Christa mit einem kleinen Lavendelgruß aus Kroatien. Am Flughafen mussten wir länger warten, da die Maschine aus Berlin Verspätung hatte und wir daher mit erheblicher Verspätung wieder in Berlin eintrafen.
Fazit:
Es war eine lehrreiche, interessante und schöne Reise bei sehr warmem Wetter. Die Wetterfrösche sagten Regen und bedeckter Himmel voraus, wir fast nur hatten Sonnenschein und warmes Wetter.
Unser Dank geht an die Berliner Zeitung für den Gewinn dieser Reise und an unsere Reiseleiterinnen Christa, Daniela und Yvonna sowie unseren Spitzenfahrer Rade.