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Norwegen/Schweden © W. Schwarzbach

Norwegen/Schweden


Bahnerlebnisreise in die Länder der Mitternachtssonne

W. Schwarzbach , Berlin


  • Bahnerlebnisreise in die Länder der Mitternachtssonne
  • Schienenkreuzfahrt durch Norwegen und Schweden
  • Über 3220 km mit dem Zug und Bus von Oslo nach Göteborg
Am 1. Reisetag trafen sich etwa 30 erwartungsvolle Gäste aus Berlin und Umgebung auf dem Berliner Hauptbahnhof zur Reise nach Kiel, wo am frühen Nachmittag auf der COLOR MAGIC bei Kaffee und Kuchen das geplante Programm von den beiden Reisleitern vorgestellt wurde.
2.Tag In Oslo am nächsten Vormittag angekommen, ging es per Bus auf eine 3 1/2-stündige Stadtrundfahrt, wobei neben den wichtigsten innerstädtischen Punkten ein Spaziergang durch den Vigelandspark mit seinen Skulpturen sowie ein Besuch auf dem Holmenkollen für Abwechslung sorgten. Nach dem einchecken im CLARION The Hub-Hotel konnte man sich selbst einen weiteren Eindruck von der Stadt verschaffen.
Am 3.Tag (553 km) hieß es „Abfahrt 08:02 mit EX 43“ nach Trondheim. Die Bahnstrecke führt  durch das Bergland nach Nordosten, am Majøsasee, dem größten See Norwegens, entlang über Lillehammer, das Gudbrandstal und das Dovrefjell in die Krönungsstadt Norwegens. Nach dem Check-in im Clarion Hotel Trondheim ging es auf einen gemütlich Stadtrundgang. Über das moderne „Verftviertel“ ging es in Richtung Altstadt.  Dann erreichten wir den Nidarosdom, ein imposantes geschichtsträchtiges Bauwerk, in dem auch heute noch die norwegischen Könige gesegnet werden.
Der 4. Reisetag (674 km) führte uns auf der Nordlandsbahn nach Fauske, wobei wir  um 16:23 Uhr den nördlichen Polarkreis passierten. Auch an diesem Tag ließen die Wechsel zwischen Wald, Fels, mit und ohne Schnee, und Wasser die Zugfahrt nicht langweilig werden. Im Scandic Hotel Fauske konnten wir den Abend, nach einem Spaziergang am Fjord, angenehm ausklingen lassen.
Am 5. Reisetag (248 km Bus +170 km) brachte uns der „Nordlandsbuss“ über die Europastraße 6, unterbrochen von einer30 minütigen Fährschiffpassage nach Narvik. wo wir pünktlich den Polarexpress erreichten. Nun ging es über die berühmte Erzbahn nach Kiruna. Allein der Aufstiege im Tal des Ofotfjordes war beeindruckend, und als nach passieren der Grenze zwischen Norwegen und Schweden die Wolken strahlendem Sonnenschein Platz machten, war wieder bestes Fotowetter garantiert. In Kiruna erwartete uns am Bahnhof etliche Erzzüge sowie das Panorama der umfangreichen Bergwerksanlagen mit den beiden Erzbergen. In einem völlig neu gebauten Stadtteil (die Stadt muss wandern, um aus der Gefahrenzone des Bergbaus zu gelangen), erreichten wir das heutige Ziel, das Scandic Hotel Kiruna, ein ganz neuer futuristisch anmutender Bau.  
Der 6.Reisetag (90 km) begann  für unsere Gruppe mit einer hoch interessanten Besichtigung der Erzmine. Mit einem firmeneigenen Bus der LKAB wurden wir auf die 540 m Sohle unter Tage befördert, um dann die zweistündige Führung anzutreten. Imposant ist die Tatsache, dass es im 1750 m tiefen Grubengebäude etwa 350 km Fahrstraßen gibt, ein Labyrinth mit Ampeln, Verkehrsregeln und Höchstgeschwindigkeit 20km/h, alles wie auf der Erde. Noch imposanter sind die Ausmaße von Stollen, Fahrzeugen und Anlagen unter Tage.
Im Anschluss brachte uns der IC 95 Kiruna-Gällivare in 75 Minuten zum heutigen Quartier, dem Hotel Scandic Gällivare.
Tag 7 (274 km) sah die Fahrt auf der Inlandsbahn von Gällivare nach Arvidsjaur in 4,5 Stunden vor. Die Inlandsbahn führt in Nord-Süd-Richtung durch Schweden, ihre Länge beträgt 1200 km, und auch sie führt durch abwechslungsreiches Gelände mit kleinen Siedlungen und großen Waldgebieten, je nach Besiedlungsdichte. Unser Quartier bezogen wir im Laponia-Hotel, direkt an einem schönen See gelegen. Am Nachmittag ging es per Bus etwa 80 km zu einer von einem deutschen Aussiedlerpaar aufgebauten Husky-Farm, dort konnten wir die durchaus freundlich gestimmten Schlittenhunde mit Streicheleinheiten beglücken, was sie sich auch sehr gefallen ließen. Mit vielen interessanten Gesprächen über Hunde, Menschen und Länder sowie eine Lappländischen Eintopf mit Elchfleisch klang der Abend nett aus. Durch eine wunderschöne See/Waldlandschaft ging es zurück ins Hotel, nicht ohne vielen auf der Straße laufenden Rentieren ausweichen zu müssen.
Am 8. Tag (472 km) nahmen wir die 2.Etappe der Inlandsbahn unter die Räder, der rot/elfenbeinfarbige Dieseltriebwagen brachte uns mit ansehnlichen 80 km/h und von durchweg netten Personal gesteuert, nach Östersund.  Auch hier eine abwechslungsreiche Landschaft, etwas mehr Besiedelung und, wie auf dieser Bahn üblich, unterwegs in Wilhelmina eine Verpflegungspause. In Östersund erreichten wir, wegen eines technischen Defekts mit ca. einer Stunde Verspätung, das Clarion Grand Hotel sage und schreibe kurz vor Thekenschluss (22:09), der auch strikt eingehalten wird. 
Zum letzten Abschnitt am Tag 9 (274 km) waren wir wieder pünktlich am Bahnhof. Nach 5 Stunden wurde der derzeitige Endpunkt der Inlandsbahn in Mora Strand erreichten. Auf dieser Teilstrecke war ein Höhepunkt der Fotohalt auf der 40 m hohen Stahlbogenbrücke über den Emam mit seiner Floßrinne aus Beton, die auf die wichtige Flößerei auf den Flüssen zum Holztransport hinwies. Von Mora Strand ging es mit verschiedenen Zügen über Borlänge und Gävle nach Stockholm, wo wir im Scandic Hotel Park untergebracht waren.
Der Tag 10 (457 km) sah uns gut ausgeruht zu einer vormittäglichen Stadtrundfahrt aufbrechen, die uns auf verschiedene Inseln und zum königlichem Schloss führte, wobei hier ein Spaziergang durch das Altstadtviertel angesagt war. Gegen 12:00 gelangten wir dann zum Bahnhof, von wo uns gegen 12:30 der schwedische Hochgeschwindigkeitszug X 2000 auf seiner Schnellfahrstrecke nach Göteborg brachte. Mit einem letzten Bustransfer erreichten wir das STENA LINE Terminal, wo wir auf der Fähre Stena Scandinavica eincheckten und die Überfahrt nach Kiel pünktlich 18:45 los ging.
Nicht ganz so pünktlich und auf Umwegen gelangten wir am 11.Tag in Kiel an Land. Da die Gangway defekt war mussten wir die Fähre über das Autodeck verlassen.  Per EuroCity fuhren wir über Hamburg wieder an unseren Ausgangsbahnhof Berlin Hbf zurück.
Durch den täglichen Gepäcktransfer gut trainiert, aber mit sehr vielen lohnenden Eindrücken und noch mehr Fotos auf den Chips unserer Gäste versehen, war diese Reise sehr interessant, um sich ein Bild der beiden Länder zu machen und gegebenenfalls auf einer nächste Reise zu vertiefen.